„Lebendiges Gemeindeleben kann nur in gemeinsamer Verantwortung gelingen“

26.01.2026 | Feierliche Investitur von Pfarrer Markus Miles und dem Leitungsteam in St. Stephan

„Wenn ich Sie heute hier in St. Stephan begrüße, dann ist damit nicht nur die Kirche gemeint, sondern auch unsere neue Pfarrei St. Stephan“, eröffnet Mattias Ulbrich am vergangenen Samstagabend die Investiturfeier. Im Auftrag von Erzbischof Stephan Burger überbrachte Generalvikar Christoph Neubrand die Investitururkunde und führte Markus Miles in das Amt des Pfarrers und Leiters der Kirchengemeinde ein. Offiziell in ihre Funktionen eingeführt wurden bei der Feier zudem Daniel Kunz (stellv. Leitender Pfarrer) und Sebastian Swiatkowski (Leitender Referent), die mit dem Pfarrer das Kernteam bilden sowie Pfarreiökonom Alexander Sester und sein Stellvertreter Oliver Fischer, die mit Miles und Kunz dem Verwaltungsvorstand angehören.
 
Durch sein Amt trage Markus Miles in besonderer Weise Verantwortung für das Leben und Wohl in der Gemeinde, erläuterte der Generalvikar die Aufgabe des Leitenden Pfarrers, der zugleich die Rolle des Dekans für die Region Mittlerer Oberrhein Pforzheim übernimmt. Der Vertreter der Erzdiözese Freiburg betonte aber auch die Gemeinschaft in der Führungsverantwortung und „…dass es viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende sind, die ihre Charismen und Talente zum Aufbau des Reiches Gottes einsetzen“.

Christsein geht nicht allein
In seiner Predigt setzte Neubrand die Jesus-Nachfolge in den Mittelpunkt. „Kommt her, folgt mir nach. Ich werde euch zu Menschenfischer machen“ wie es Jesus den Fischern am See Genezareth zurief, sei zu den unterschiedlichsten Zeiten Einladung für die Menschen gewesen – verbunden mit einer Botschaft der Hoffnung, die alles Dunkel in der Welt vertreibe. Heute wie damals brauche es Menschen in der Gemeinschaft: „Christsein geht nicht allein.“ Der Generalvikar nahm dabei Bezug auf das Motto „Vieles. Eins. Meins“, mit dem die neue Pfarrei der Katholischen Kirche in Karlsruhe ein Gesicht gibt, etwa wenn es darum gehe, viele Ideen für eine gemeinsame Vision in meiner Kirche zu entwickeln. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich unterschiedlichster Weise in den Kirchenentwicklungsprozess einbringen und die Zukunft mitgestalteten.

Das gute Miteinander in Vergangenheit und Zukunft legten der evangelische Stadtdekan Thomas Schalla und Oberbürgermeister Frank Mentrup in den Fokus ihrer Ansprachen. Über die Konfessionsgrenzen sei es mehr denn je wichtig, gemeinsam den Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft zu stärken.

Richtfest für die neue Pfarrei
Dass der Prozess der Kirchenentwicklung mit der Investitur keinesfalls abgeschlossen sei, betonte Markus Miles und sprach vielmehr von einem „Richtfest“ für die neue Pfarrei. Manches müsse erst noch werden, manches überprüft und vielleicht auch nochmals geändert werden. „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ - mit den Worten Hermann Hesses rief er zum Abschluss der Feier alle Beteiligten auf, diesen Zauber mitzunehmen und Kirche zukunftsfähig zu gestalten.
„Den Menschen nahe zu sein, sie mit Gott in Berührung zu bringen - das ist unser Auftrag“, so der neue Leitende Pfarrer.