Taufe

 
Die Taufe kommt vom Staunen: Das Leben ist ein Wunder. Was wollen wir damit anfangen, wohin soll es gehen, wer und was trägt und inspiriert uns? Taufe heißt Orientierung an Jesus Christus; Mut macht der bedingungslose Zuspruch: "Du bist mein geliebtes Kind" (Mt 3,17). Taufe heißt auch, die Abenteuer des Lebens im Horizont des Glaubens in einer großen Gemeinschaft anzugehen. 
 
Taufe ist das Sakrament des Christ-WERDENS und der Christ-SEINS. Das heißt, der Mensch wird auf den Namen Christi getauft und wird Teil der Gemeinschaft aller Christinnen und Christen.
 
Die Taufe ist ein ganzheitliches Geschehen. Der ganze Mensch mit Leib und Seele ist von der Taufe betroffen. Mit allen seinen Sinnen und Bereichen seines Lebens wird er von Gott umfangen: „Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.“ (Psalm 139,5) In der Taufe lässt sich ein Mensch ausdrücklich die Liebe Gottes und seine Gotteskindschaft zusagen. In der Taufe feiern wir das Geheimnis des Menschen: seine Einzigartigkeit, seine Einmaligkeit, seine Unverwechselbarkeit und seine Freiheit. Gottes Ja zu uns ohne Bedingungen und ohne Vorleistungen gilt für das ganze Leben. Wir müssen unseren Lebensweg nicht alleine gehen, Gott geht mit in Freude und in Leid.
 
Taufe ist Geschenk Gottes: seine Gabe und zugleich auch Aufgabe für uns Menschen, dieses Geschenk auszupacken und umzusetzen. Taufe ist nicht nur die einmalige Handlung der Tauffeier, sondern auch der Weg, immer mehr sein Christsein im Alltag zu leben. Mit den Worten von Martin Luther: „Man muss täglich neu in seine Taufe hineinkriechen.“
  
 
Warum (sich) taufen lassen?
Immer wieder taufen wir (junge) Erwachsene, die höchst individuelle Beweggründe haben. Meistens allerdings taufen wir weiterhin Kinder. Wenn Eltern gefragt werden, warum sie ihr Kind taufen lassen möchten, antworten sie sehr unterschiedlich: Es gibt den Wunsch nach Schutz und das Bedürfnis zu danken; „weil es Tradition in unserer Familie ist“, „wir wollen unserem Kind nichts vorenthalten“ oder „der Segen Gottes ist uns wichtig und die Taufe ist Teil unseres Glaubens.“ In allen diesen Antworten zeigt sich wohl die tiefe Sehnsucht des Menschen nach Liebe und Angenommensein. In der Taufe feiern wir, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist - er kommt uns entgegen, lädt uns ein zum Leben mit ihm. Gottes Liebe ist Gabe und Aufgabe zugleich. Sie ist uns gegeben, um sie weiterzugeben, sichtbar und erfahrbar für andere zu machen.
 
Wann ist der „richtige“ Zeitpunkt für eine Taufe? Kann ich als Erwachsener getauft werden?
Im frühen Christentum wurden die Menschen in der Regel im Erwachsenenalter getauft. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus stark auf die Taufe von Säuglingen. Inzwischen erleben wir wieder eine größere Bandbreite: vom Neugeborenen über Kleinkinder zur Taufe im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung oder als Jugendliche. Getauft werden kann in jedem Alter - es ist nie zu spät! Für Erwachsene gibt es eine individuell abgestimmte Taufvorbereitung. Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf, dann besprechen wir alles.
 
Wann wird wo getauft?
Taufen werden häufig als eigene Feiern am Samstag oder Sonntag gestaltet, können aber auch im Rahmen von Gemeindegottesdiensten stattfinden. Denken Sie bitte bei der Wahl des Taufdatums daran: Nicht nur der Tauftermin muss bei Ihnen passen, auch die Vorbereitungstermine sind verbindlich. Eine gute Einführung zum Sakrament Taufe ist wichtig.
Wie läuft die Vorbereitung zur Taufe ab?
  1. Anmeldung des Täuflings im Pfarrbüro
    Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem zuständigen Pfarrbüro auf (s. Terminübersicht Tauftermine). Zur Taufanmeldung im Pfarrbüro bringen Sie bitte die Geburtsurkunde und das Blatt für den Taufeintrag aus dem Stammbuch mit. Sollten Sie kein Stammbuch besitzen, wird Ihnen eine Taufurkunde ausgestellt. Außerdem teilen Sie die Adressen der Taufpaten mit.
  2. Teilnahme an der Taufvorbereitung
    In unseren Gemeinden gibt es verschiedene Vorbereitungswege zur Taufe. Häufig gestalten ehrenamtlich engagierte Gemeindemitglieder gemeinsam mit dem Pfarrer bzw. dem Diakon die Elternabende. Die Vorbereitung besteht aus einem oder zwei Terminen, an denen sich die Tauffamilien kennenlernen. Wir sprechen über die Bedeutung der Taufe und ihrer Symbole. Mithilfe Ihrer Ideen und Vorschläge planen wir die gemeinsame Tauffeier. 
 
  

Tauftermine nach Datum und Kirche suchen

So. 06.12.2026, 14:30
Vorbereitungstermine: Dienstag 17. November und 24. November, jeweils um 20:00 Uhr im Pfarrsaal Grötzingen
Vorsteher/in: Steffen Jelic
Ort auf Anfrage (Aue, Grötzingen, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Stupferich oder Wolfartsweier)
So. 06.12.2026, 14:30
Taufgespräch: 26.11.2026 um 18.00 Uhr im Pfarrhaus St. Judas Thaddäus, Bärenweg 40, 76149 Karlsruhe
Vorsteher/in: Dr. Michael Hettich
St. Albertus Magnus
Eggenstein-Leopoldshafen
So. 06.12.2026, 14:30
Vorbereitungstermine: Mittwoch 11. November und Donnerstag, 19. November um 20:00 Uhr
Vorsteher/in: Lars Brezina
St. Stephan
Karlsruhe-Innenstadt
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FAQ

(Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an eines unserer Pfarrbüros. Wir stehen Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung.)
 

In der Regel tauft ein Priester oder ein Diakon der Kirchengemeinde.
 

Wenn Sie als Eltern bereit sind, Ihr Kind in den katholischen Glauben einzuführen, kann Ihr Kind getauft werden.
 

Wenn der katholische Elternteil dafür einsteht, das Kind katholisch zu erziehen, ist die Taufe kein Problem.
 

Es stellt sich die Frage, ob Sie Ihr Kind in den Glauben einführen wollen und ihm vermitteln können, dass es etwas Gutes ist, zur Kirche zu gehören. Es braucht in diesem Fall einen Taufpaten, der dafür einsteht, das Kind im Glauben zu begleiten.
 

Braucht es eine Patin/einen Paten?
Die Taufpatin oder der Taufpate stehen – neben den Eltern – dafür ein, die katholische Erziehung des Kindes mitzutragen. Meistens gibt es zwei Paten; eine Person genügt aber auch. Notfalls geht es auch ohne Pate/Patin.
 
Wer kann Taufpate/-patin sein?
Als Taufpatin oder Taufpate kommt in Frage, wer katholisch, mindestens 14 Jahre alt und nicht aus der Kirche ausgetreten ist.
 
Wie viele Taufpaten dürfen es sein?
Es sollte ein Pate sein, maximal zwei. Weitere Paten können Taufzeugen sein.
 
Welche Aufgaben haben Taufpaten?  
Die Paten bringen gemeinsam mit den Eltern das Kind zur Taufe. Sie drücken so ihre Bereitschaft aus, beim Hineinwachsen des Kindes in den Glauben die Eltern zu unterstützen. Sie sind auch zum Einführungstreffen und Taufgespräch eingeladen.
 
Können evangelische Christen oder aus der Kirche ausgetretene Katholiken Taufpatinnen und Taufpaten unseres Kindes werden?  
Evangelische und orthodoxe Christen können mit katholischen Paten Taufzeugen sein.